{"id":21788,"date":"2024-07-31T13:51:21","date_gmt":"2024-07-31T13:51:21","guid":{"rendered":"https:\/\/iav-online.de\/?p=21788"},"modified":"2024-09-17T08:30:31","modified_gmt":"2024-09-17T08:30:31","slug":"ungebrochen-hohe-ausbildungsbereitschaft-bei-betrieben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/iav-online.de\/en\/ungebrochen-hohe-ausbildungsbereitschaft-bei-betrieben\/","title":{"rendered":"Ungebrochen hohe Ausbildungsbereitschaft bei Betrieben"},"content":{"rendered":"<h2><strong>Ungebrochen hohe Ausbildungsbereitschaft bei Betrieben<\/strong><\/h2>\n<h3>Ergebnisse der Ausbildungsumfrage des Industriellen Arbeitgeberverbands Osnabr\u00fcck &#8211; Emsland &#8211; Grafschaft Bentheim (IAV) zum Ausbildungsstart<\/h3>\n<p>31.07.2024<\/p>\n<p><strong>Jasmin Markhof, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrerin des Industriellen Arbeitgeberverbands Osnabr\u00fcck &#8211; Emsland &#8211; Grafschaft Bentheim e.V.: \u201eDie Bereitschaft der Unternehmen, beruflichen Nachwuchs von morgen selbst auszubilden, ist ungebrochen. Und doch ist die Ausbildungssituation weiter sehr angespannt, denn erneut gelingt es dem Gro\u00dfteil der Betriebe \u2013 trotz umfangreicher Anstrengungen \u2013 nicht, alle Ausbildungspl\u00e4tze zu besetzen. Die Kluft zwischen Angebot und Nachfrage ist nach wie vor gro\u00df.\u201c<\/strong><\/p>\n<p><strong>Osnabr\u00fcck.<\/strong> Vor wenigen Tagen hat das Institut der deutschen Wirtschaft K\u00f6ln ver\u00f6ffentlicht, dass es deutschlandweit selbst in ausbildungsstarken Berufen viele offene Lehrstellen gibt. Doch wie steht es um die generelle Ausbildungssituation in der Region? Anl\u00e4sslich des Starts des neuen Ausbildungsjahrs hat der IAV eine Blitzumfrage unter seinen Mitgliedern durchgef\u00fchrt \u2013 nun liegen die Auswertungsergebnisse vor.<\/p>\n<p>Die gute Nachricht: Trotz aller Krisen und Herausforderungen steht die Ausbildung bei den Firmen nach wie vor hoch im Kurs. Fast 95 % der Betriebe bilden selbst aus. Und hierauf folgt prompt die schlechte Nachricht: Viele angebotene Ausbildungspl\u00e4tze bleiben auch in der Region zum Start leer \u2013 das betrifft in erster Linie die Pl\u00e4tze im gewerblich-technischen Bereich, wo 28 % nicht besetzt werden konnten. Und dass, obwohl sich gerade hier dem Nachwuchs viele M\u00f6glichkeiten bieten. Das best\u00e4tigt auch Klaus Hartmann, Leiter Fertigung\/Personal bei der St\u00f6ckel GmbH in Vechtel. \u201eTrotz sehr guter Aussichten f\u00fcr Ausbildung und Besch\u00e4ftigung ist es sehr schwierig, junge Menschen f\u00fcr eine gewerblich-technische Ausbildung zu begeistern.\u201c Verglichen damit wirken die 5 % unbesetzt gebliebener Pl\u00e4tze in kaufm\u00e4nnischen Ausbildungsberufen fast marginal. Dennoch darf nicht au\u00dfer Acht gelassen werden, dass es hier noch vor nicht allzu langer Zeit keinerlei Besetzungsprobleme gab.<\/p>\n<p>Klar ist, es gibt demografiebedingt weniger Bewerberinnen und Bewerber. Aber das allein ist es nicht. Gut 90 % der Firmen sehen das Problem im weiterhin bestehenden Trend zur\u00a0 Akademisierung. Mehr als die H\u00e4lfte gibt an, dass sie den Eindruck haben, dass junge Leute eher einen Verbleib im Schulsystem bevorzugen. Und \u00fcber 40 % sind der Ansicht, dass Berufsorientierung in Schulen nach wie vor zu kurz kommt. \u201eDie Zahl der Bewerber ist einfach niedriger, zudem haben viele Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler nur eine unklare Vorstellung von Technik. Vor 10 Jahren konnte man aus einer Vielzahl von Kandidaten ausw\u00e4hlen, mittlerweile bewerben wir uns bei den Sch\u00fclern\u201c, macht J\u00f6rg Majunke, Leiter Elektronikfertigung und Ausbilder bei der Nidec SSB Wind Systems GmbH aus Salzbergen, deutlich.<\/p>\n<p>Es \u00fcberrascht also nicht, dass knapp drei Viertel der Unternehmen die Wichtigkeit der Bekanntmachung von Karrierechancen mit bzw. nach dualer Ausbildung betonen, damit das duale Ausbildungssystem auch in Zukunft ein Erfolgsmodell bleibt. \u00dcber zwei Drittel halten die bessere Bekanntmachung der verschiedenen Ausbildungsberufe f\u00fcr zwingend erforderlich.<\/p>\n<p>Auf der Suche nach dem Nachwuchs ist f\u00fcr \u00fcber 75 % der Ausbildungsbetriebe Social Media im Recruitingprozess bereits selbstverst\u00e4ndlich \u2013 hier gibt es viele gute Erfahrungen, vor allem mit<br \/>\nInstagram, Facebook und LinkedIn. So z.B. auch bei der MFW Fertigteilwerke GmbH in Georgsmarienh\u00fctte. \u201eZur Gewinnung von Auszubildenden nutzen wir Social Media, da auf diesem Wege insbesondere junge Leute angesprochen werden, die immer seltener Printmedien nutzen. Wir k\u00f6nnen mit wenig Aufwand eine gro\u00dfe Anzahl von m\u00f6glichen Kandidaten erreichen\u201c, sagt die Kaufm\u00e4nnische Leiterin Katharina Hellmann.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Ausbildung wiederum setzen die Unternehmen f\u00fcr den Ausbildungserfolg auf diverse Unterst\u00fctzungsangebote f\u00fcr ihre Auszubildenden: Dabei liegen bei den Firmen eine strukturierte Einarbeitung bzw. Onboarding sowie regelm\u00e4\u00dfige Feedback-Gespr\u00e4che ganz vorne. \u201eUnsere Auszubildenden lernen das gesamte Unternehmen kennen. Im Onboarding-Prozess werden sie gef\u00f6rdert und gefordert, aber auch unterst\u00fctzt und begleitet. Als wichtiger Teil des Unternehmens werden die Auszubildenden in jede ausbildungsspezifische Abteilung voll eingebunden\u201c, hebt Christopher Piec, Leitung Personalwesen bei der ATP Automotive Testing Papenburg GmbH in Papenburg, hervor.<\/p>\n<p>In diesen Tagen enden aber auch viele Ausbildungsverh\u00e4ltnisse mit dem erfolgreichen Bestehen der Abschlusspr\u00fcfungen. Und dann? F\u00fcr viele Absolventinnen und Absolventen schlie\u00dft sich hier unmittelbar ein Arbeitsverh\u00e4ltnis beim Ausbildungsbetrieb an. \u00dcber ein Drittel der Betriebe \u00fcbernimmt zwischen 50-95 % der fertig Ausgebildeten, \u00fcber die H\u00e4lfte sogar 100 %. \u201eHand in Hand von der Ausbildung bis zum Ruhestand \u2013 mit unseren Auszubildenden wirken wir dem Fachkr\u00e4ftemangel von morgen entgegen. Bei unserer Handwerkskammer hat die Ausbildung daher einen sehr hohen Stellenwert, basierend auf gegenseitigem Vertrauen und Wertsch\u00e4tzung\u201c, so Udo Sterthaus, Fachbereichsleiter Personal bei der Handwerkskammer Osnabr\u00fcck-Emsland-Grafschaft Bentheim.<\/p>\n<p>Und zu guter Letzt ein weiteres erfreuliches Ergebnis: 86 % der befragten Betriebe planen trotz der angespannten Lage, 2025 gleich viele bzw. sogar mehr Ausbildungspl\u00e4tze anzubieten. Ausbildung steht bei den Firmen in der Region also auch zuk\u00fcnftig hoch im Kurs.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ergebnisse der IAV-Ausbildungsumfrage zum Ausbildungsstart<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-21788","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-unkategorisiert"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/iav-online.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21788","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/iav-online.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/iav-online.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/iav-online.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/iav-online.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21788"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/iav-online.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21788\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":21789,"href":"https:\/\/iav-online.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21788\/revisions\/21789"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/iav-online.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21788"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/iav-online.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21788"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/iav-online.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21788"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}