Krankenstand in der regionalen Metall- und Elektro-Industrie

Osnabrück, 13.03.2019.

Der langjährige Trend zu steigenden Fehlzeiten lässt sich auch in der M+E-Industrie im Bereich Osnabrück, dem Emsland und der Grafschaft Bentheim beobachten. Dies ergab eine Umfrage des Industriellen Arbeitgeberverbands (IAV) und der regionalen Bezirksgruppe von NiedersachsenMetall bei den Mitgliedsunternehmen. Berücksichtigt wurden alle Beschäftigten mit Ausnahme der Azubis. Bei den befragten Firmen lag 2018 die Zahl der erkrankten Beschäftigten bei insgesamt 6,8 % (+ 0,1 % im Vergleich zu 2017). Dabei fällt der Krankenstand im produzierenden Bereich mit 9 % höher aus als im administrativen Bereich (4,3 %). Auch die Anzahl der Langzeiterkrankten lag mit 2,4 % im produzierenden Bereich deutlich höher als im administrativen Bereich (0,9 %). Nachdem in den letzten fünf Jahren der Gesamtdurchschnittswert der Kurzzeiterkrankungen in den befragten Mitgliedsunternehmen konstant um 4,8 % lag, ist seit 2017 ein kontinuierlicher Anstieg zu beobachten.

Ein Grund für die langfristig steigenden Fehlzeiten sind alternde Belegschaften, denn mit dem Alter steigt auch die Zahl der Krankheitstage. „Ganzheitlich betrachtet weisen die Beschäftigten in der M+E-Industrie im Vergleich mit anderen Branchen annähernd durchschnittliche Ausfallzeiten auf“, bewertet Axel Busch, IAV-Hauptgeschäftsführer, das Stimmungsbild. Der Krankenstand spiegelt sich auch im Jahresverlauf. Durch den Einfluss der jährlichen Erkältungswellen entfielen die meisten Erkrankungen auf das erste Quartal 2018.