Schulstart: Arbeitgeber fordern Stärkung digitaler Bildung

Osnabrück, 25.08.2020.

Zum Schulstart in Niedersachsen weisen die Arbeitgeber auf die Bedeutung digitaler Bildung hin: „Wir begrüßen, dass die Schulen zum Schuljahresanfang im eingeschränkten Regelbetrieb starten“, sagt Olaf Piepenbrock, Vorstandsvorsitzender des Industriellen Arbeitgeberverbands Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim und Geschäftsführender Gesellschafter der gleichnamigen Unternehmensgruppe. Corona und die lange Homeschooling-Phase hätten verdeutlicht, dass der Digitalisierungsschub an Schulen überfällig sei. „Für Ausbildung und Arbeit der Zukunft sind digitale Kompetenzen unverzichtbar, darauf müssen Heranwachsende besser vorbereitet werden“ fordert Piepenbrock. Die Schulen in Niedersachsen sollten verbindliche Konzepte mit digitalen Lehr- und Lernelementen einführen. Die dazu nötigen Investitionen in Ausstattung, IT-Support und Lehrerfortbildungen seien sicherzustellen. Es sei schwer zu verstehen, dass der Digitalpakt Schule nach mühsamer Realisierung bislang kaum umgesetzt worden sei. „Der Umgang mit digitalen Medien gehört heute in allen Bereichen zum Alltag, aber Schulen hinken mühsam hinterher. Dabei können digitale Angebote dort sehr gut dazu beitragen, besser auf unterschiedliche Lerntypen einzugehen und systematisch Kompetenzen aufzubauen“ zeigt Piepenbrock die Chancen der Digitalisierung auf. Schulen und Lehrkräfte müssten sich letztlich auch darauf vorbereiten, für den Fall weiterer Erkrankungswellen wieder auf Distanzlernen umschalten zu können. Die Lockdown-Phase habe gezeigt, dass unvorbereitetes Homeschooling nicht nur für die Kinder und Jugendlichen und ihre Lehrkräfte eine große Herausforderung war, sondern auch Mütter und Väter stark belastet habe.